30.09.2026
Zeitzeugen der 1930er und 1940er Jahre erinnern sich
Die Generation 90+ erzählt.
Das Scala Kulturspielhaus in Wesel freut sich sehr, einen ganz besonderen Abend präsentieren zu dürfen.
Erstmals wird die Vergangenheit Wesels visuell erlebbar. Der Betrachter unternimmt eine Reise durch acht Jahrhunderte. Was war eigentlich an der Stelle, wo heute der Kaufhof steht? Wo gibt es heute noch vergangene Bausubstanz in der Stadt zu entdecken? Hat der Willibrordi-Dom früher auch so ausgesehen?
Viele Fragen, auf die wir eine Antwort gesucht und oft gefunden haben. Manches aber gibt die Geschichte nicht mehr her und bleibt wohl für immer verborgen.
Aus diesem Grund wurde bei den Rekonstruktionen bewusst nicht eine hochrealistische Darstellung gewählt. Vieles ist abstrahiert, in Geometrie und Farbgebung. Bei guter Quellenlage konnte auch detailreicher gearbeitet werden. Die Mathenakirche - rechts im Bild - ist ein schönes Beispiel. Dennoch glauben wir, dass ein ansprechendes visuelles wie inhaltliches Ergebnis entstanden ist.
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30.09.2026 Zeitzeugen der 1930er und 1940er Jahre erinnern sich Die Generation 90+ erzählt. Das Scala Kulturspielhaus in Wesel freut sich sehr, einen ganz besonderen Abend präsentieren zu dürfen. 22.03.2026 Tag der offenen Tür am "Liberation Tower" Der „Liberation Tower“ in Hamminkeln-Blumenkamp ist am Sonntag, 22. März 2026, ab 10 Uhr für Besucher geöffnet. Der Eintritt ist frei. Das kleine Museum zeigt Relikte aus der Kriegszeit. Am 24. März 1945 landeten hunderte amerikanische Lastensegler im Gebiet um den Turm, es kam zu verlustreichen Kämpfen zwischen US-Luftlandetruppen und deutschen Verteidigern. 22.03.2026 Private Ausstellung zur Luftlandung Relikte aus der Kriegszeit präsentiert eine Ausstellung auf dem Hof am Horster Weg 11 in Hamminkeln. Die Privatsammlung ist üblicherweise nicht öffentlich zugänglich. Am Sonntag, 22. März, kann sie zwischen 12:00 und 18:00 Uhr besichtigt werden. 18.03.2026 Ein Territorium entsteht - die Vereinigten Herzogtümer Jülich-Kleve-Berg Guido von Büren Mittwoch, 18. März 2026
19:00 Uhr
VHS Wesel, Raum 300, 3. Etage, Ritterstraße 12-14, 46483 Wesel
Eintritt frei
Die Luftlandung bei Wesel in Farbaufnahmen
Vor etwa 81 Jahren ereignete sich nördlich von Wesel in der Feldern vor Hamminkeln das, was als die größte Luftlandeoperation in die Geschichte einging. Der Film entstand aus amerikanischen Farbaufnahmen, die ungeschnitten und unveröffentlicht sind.
Für das sogenannte „Special Film Project“ filmten Kameraleute der US Army Air Forces an allen Fronten. Auch vor und während des Einsatzes amerikanischer Luftlandetruppen bei Wesel am 24. März 1945 waren sie dabei. Das damalige Filmmaterial war stumm. Es wurde hier nicht vertont, doch erstmalig in eine sinnvolle Reihenfolge gebracht; ein deutscher Kommentartext erklärt zudem den Kontext der Bilder.
Damit erzählt dieser Farbfilm fast die komplette Geschichte der Luftlandung aus amerikanischer Sicht.
Quelle: Stadtarchiv Wesel
Konzept und Text: Alexander Berkel
Redaktion: Doris Rulofs-Terfurth
Eine intensive Auseinandersetzung mit der Materie ist die Grundvoraussetzung und Maßstab für die Qualität eines Projektes. Der entstandene Film mit seinen 3D-Rekonstruktionen und diese Internetplattform sind das Ergebnis einer mehrjährigen Auseinandersetzung mit der Genese dieser Stadt.
Umfangreiches Quellenmaterial konnte zusammengetragen werden, um Wesel in sechs Zeitstufen dreidimensional zu rekonstruieren. Wie sahen die zahlreichen Klöster aus? Wann wurden sie errichtet? Vergangenheitsforschung bedeutet auch immer den Umgang mit der Unschärfe des Wissens. Vieles bleibt im Dunkeln, manches lässt sich nur durch Analogieschluss annähernd beschreiben. So sind die vorliegenden Modelle - wie jede "Rekonstruktion" eine Annäherung: So könnte Wesel ausgesehen haben.
Rekonstruktion heißt aber nicht nur Wiederherstellung von Bausubstanz, Vegetation und Topografie. Die bewegte Vergangenheit hält Ereignisse bereit, die es darzustellen gilt. So war die Reformation für diese Stadt prägend. Pfarrer Holthuis erzählt in spannender Form "Wie Wesel evangelisch wurde."
Ohne die ausgesprochen bereitwillige Zusammenarbeit mit den örtlichen Wissenschaftlern und Fachleuten wäre das Projekt in dieser Qualität nicht möglich gewesen. Dafür danken wir ganz herzlich dem Weseler Stadtarchiv, dem LVR-Niederrheinmuseum (damals noch Preußenmuseum), der Evangelischen und Katholischen Kirchengemeinde und vielen anderen.
Zielpublikum ist bewusst der interessierte Laie. Geschichte soll für ihn spannend aufgearbeitet sein. Tauchen Sie ein, nehmen Sie sich etwas Zeit zum Stöbern in den zahlreichen Beiträgen. Ein guter Überblick und Start ist der interaktive Blick auf das vergangene Wesel. Geschichte macht Spaß!
Die Beschreibung der Vergangenheit kann niemals objektiv sein. Dies liegt nicht nur an der oben beschriebenen "Unschärfe". Jeder hat sie etwas anders in Erinnerung. Mancher positiv, ein Anderer hat Schlimmes aus dem letzten Krieg zu erzählen.
An dieser Stelle bitten wir Sie, uns Ihre Geschichte mitzuteilen. Gibt es etwas, was Ihnen zum Thema Wesel besonders in Erinnerung geblieben ist? Oder haben Sie sich gar mit einem bestimmten Aspekt der Weseler Stadtgeschichte beschäftigt? Wir sind neugierig und gespannt. Schreiben Sie uns, per Mail oder Post an unten stehende Adressen.
Die Beiträge werden hier in der Rubrik "Bürgerbeiträge" veröffentlicht.